ZP-Vorbereitung

Lernmaterialien und Karteikarten zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung zum Mediengestalter Digital und Print. Klappe die Themen auf und teste dein Wissen mit den Karteikarten.

1 – Medienproduktion, Druckverfahren & Nachhaltigkeit
Der klassische Print-Workflow

Der klassische Workflow in der Druckproduktion umfasst alle Planungs- und Überwachungsprozesse (Arbeitsvorbereitung) sowie die eigentliche Herstellung. Er gliedert sich in 8 Schritte:

  1. Text erfassen – Import oder Erfassung, Prüfung auf Rechtschreibung und Konventionen
  2. Bilder bearbeiten – Scannen physischer Vorlagen, Farbmodus (CMYK/RGB), Proof-Optionen (Softproof, Farbverbindlicher Proof, Formproof), Datencheck bei Kundenlieferungen
  3. Layout entwickeln – Kombination von Text und Bild, Typografie festlegen, Druckfreigabe durch Kunden
  4. Druckform herstellen – CTF (Computer to Film), CTP (Computer to Plate), Computer to Press, Digitaldruck (ohne Druckform)
  5. Druck – Einrichten der Maschine, Qualitätskontrolle per Densitometer oder Spektralphotometer
  6. Druckweiterverarbeitung – Falzen, Sammeln, Heften, Binden, Versenden; Veredelung (Stanzen, Prägen, Kaschieren)

Karteikarten

Was sind die drei Proof-Optionen in der Bildbearbeitung?
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  • Softproof – Farbkontrolle am Monitor
  • Farbverbindlicher Proof – ISO-standardisierter Ausdruck (z. B. für Titelseiten)
  • Formproof – Prüfung der Seitenfolge (heute selten)
Was sind die vier Verfahren zur Druckformherstellung?
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  • CTF (Computer to Film) – Seiten auf Film belichtet, Film zur Druckplatte
  • CTP (Computer to Plate) – Seiten direkt vom Computer auf Druckplatte
  • Computer to Press – Direkt in die Druckmaschine
  • Computer to Print – Digitaldruck ohne Druckform
Welche Instrumente werden im Druck zur Qualitätskontrolle eingesetzt?
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Densitometer und Spektralphotometer – beide messen Farbdichte und Druckqualität am Leitstand.
Die industriellen Druckverfahren

Alle Druckverfahren vervielfältigen Druckvorlagen durch Aufbringen von Farben auf Bedruckstoffe. Die Wahl erfolgt nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien.

Verfahren Typ Auflagen Produkte Besonderheit
OffsetdruckIndirekter FlachdruckMittel–sehr hochFlyer, Bücher, ZeitschriftenHöchste Qualität; Platte → Gummituch → Papier
TiefdruckTiefdruck (Näpfchen)Ab 100.000Zeitschriften, KatalogeWeiche Halbtöne; feine Schrift kann unscharf wirken
DigitaldruckFormlosKlein–mittelIndividualdruck, GroßformatKein Druckform; personalisierbar
SiebdruckDurchdruckKlein, große FormateTextilien, Schilder, PlakateLeuchtend, wetterfest; viele Materialien
HochdruckHochdruckSpezialNummerierung, PrägungÄltestes Verfahren; Quetschränder erkennbar
FlexodruckHochdruck (flexibel)VariabelVerpackungen, FolienFlexible Gummi-/Polymerdruckformen
TampondruckSpezialtiefdruckKleinKugelschreiber, WerbeartikelGewölbte Oberflächen via Silikonstempel

Karteikarten

Wie funktioniert der Offsetdruck und warum ermöglicht er hohe Auflagen?
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Indirekter Flachdruck: Farbe geht von der Druckplatte auf ein Gummituch, erst dann auf das Papier. Dadurch wird die Aluminiumplatte geschont → sehr hohe Auflagen möglich. Belichtete Bereiche nehmen fetthaltige Druckfarbe an, unbelichtete nehmen Feuchtmittel an.
Ab welcher Auflage lohnt sich der Tiefdruck und was ist sein typisches Qualitätsmerkmal?
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Ab ca. 100.000 Exemplaren. Typisch sind weiche, angenehme Halbtöne bei Fotos. Nachteil: Alles wird gerastert – feine Schrift im Vierfarbdruck kann verschwommen wirken.
Auf welchen Materialien kann Siebdruck eingesetzt werden?
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Textilien, Glas, Metall, Kunststoff, Holz. Vorteile: leuchtende Farben, wetterfest, lichtecht. Künstlerische Variante: Serigrafie.
Was unterscheidet Flexodruck vom klassischen Hochdruck?
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Beim Flexodruck werden flexible Gummi- oder Polymerdruckformen verwendet – dadurch sind auch strukturierte und flexible Materialien (Verpackungen, Folien, Textilien) bedruckbar.
Nachhaltige Medienproduktion

Nachhaltige Medienproduktion berücksichtigt ökologische, ökonomische und soziale Belange – von der Materialauswahl über den Energieeinsatz bis zum Transport.

10 Praxis-Tipps

  1. Papierauswahl – Größter Einfluss auf Ökobilanz; nur benötigte Mengen, optimale Bogenausnutzung
  2. Papiersorte – Recyclingpapiere für fast alle Anwendungen geeignet; bei brillanter Farbwiedergabe zertifizierte Frischfaserpapiere
  3. Skalenfarben – Mineralölfrei, pflanzenölbasiert, deinkbar; Achtung: sojabasierte Farben sind nicht deinkbar
  4. Sonderfarben/Lacke/Toner – Deinkbarkeit als Grundanforderung; UV-Farben und Flüssigtoner (HP Indigo) ausschließen
  5. Weiterverarbeitung/Veredelung – Klebstoffe/Folien recyclingfähig; Stanzen/Blindprägen = beste Ökobilanz
  6. Energieeinsatz – Zertifizierter Ökostrom, Abwärme zur Heizung/Kühlung nutzen
  7. Chemiefreie Plattenherstellung & IPA-freier Druck – Zusammen größter Einfluss auf Ökobilanz
  8. Umweltlabel – FSC/PEFC: nur Papierherkunft; Blauer Engel (DE-UZ195): gesamter Produktionsprozess = glaubwürdigstes Label
  9. Zertifiziertes Umweltmanagement – ISO 14001 oder EMAS; jährliche unabhängige Prüfung
  10. Klimaneutrales Drucken – CO₂-Kompensation nur für wirklich unvermeidbare Emissionen; sonst Greenwashing

Karteikarten

Welches Umweltlabel bewertet den gesamten Druckprozess – und welche nur die Papierherkunft?
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  • Blauer Engel (DE-UZ195) & EU-Ecolabel – bewerten den gesamten Produktionsprozess
  • FSC und PEFC – betrachten nur die Papierherkunft (nachhaltige Forstwirtschaft)
Warum sind UV-Farben/-Lacke und HP-Indigo-Flüssigtoner problematisch für nachhaltigen Druck?
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UV-Farben/-Lacke sind vernetzt und hochproblematisch für das Papierrecycling (nicht deinkbar). HP-Indigo-Flüssigtoner sind ebenfalls kategorisch auszuschließen – beide verhindern eine saubere Wiederverwertung des Papiers.
Wann ist „klimaneutrales Drucken" glaubwürdig – und wann ist es Greenwashing?
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Glaubwürdig, wenn zuvor alle Möglichkeiten zur CO₂-Reduktion ausgeschöpft wurden und nur wirklich unvermeidbare Emissionen kompensiert werden. Werden Emissionen kompensiert ohne Prozesse zu optimieren, ist es Greenwashing.
2 – Projektablauf, Arbeitsschritte & Zeitplanung
Der klassische Gestaltungsauftrag

Jeder Gestaltungsauftrag durchläuft einen strukturierten Prozess: Auftragsklärung → Konzeption → Ideenfindung → Entwurf → Präsentation → Produktionsvorbereitung. Der klassische Auftragsanfang lautet: Anfrage → Angebot → Auftrag → Briefinggespräch.

Die 6 Phasen im Überblick

  1. Auftragsklärung (Briefing) – Analyse des Bestehenden; Zweck, Anforderungen und Zielgruppe eindeutig klären
  2. Gestaltungskonzeption – Schriftlicher Plan auf Basis des Briefings; beschreibt den grundlegenden Gestaltungsansatz
  3. Ideenfindung – Kreativitätstechniken einsetzen; richtige Ideen kommen oft bei geistiger Freiheit (Bewegung, Entspannung)
  4. Entwurfsprozess – Scribble → Digitaler Entwurf → Reinlayout
  5. Präsentation – 3–5 Varianten zeigen; Kunde entscheidet über Übernahme, Änderungen oder (selten) Ablehnung
  6. Produktionsvorbereitung (Reinzeichnung) – Bilder in korrekter Auflösung und Farbraum; finale Produktionsfreigabe durch Kunden

Wichtig: Im Grafikdesign arbeitet der Designer immer für andere – Kundenziele haben Vorrang vor eigenen Gestaltungsideen.

Karteikarten

Welche vier Fragen müssen nach dem Briefinggespräch eindeutig beantwortet sein?
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  • Was ist der Zweck des Gestaltungsauftrags?
  • Welche Anforderungen hat das Ergebnis?
  • Was soll die Gestaltung für wen erreichen?
  • Was soll die Zielgruppe glauben, tun, assoziieren?
Was sind die drei klassischen Gestaltungsstufen im Entwurfsprozess?
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  1. Scribble – Von Hand, mit minimalem Aufwand; hält Grundidee und Anordnung fest
  2. Digitaler Entwurf – Konkretisiert die Idee mit korrekter Schriftart, Farben, Inhaltsverteilung
  3. Reinlayout – Grafik im Layout integriert, korrekte Texte, finale Farbanpassung
Was passiert nach der finalen Produktionsfreigabe durch den Kunden?
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Ab der finalen Produktionsfreigabe sind keine Objektänderungen mehr möglich. Entstehende Fehler fallen in die Verantwortung des Designers bzw. der Agentur.
Briefing-Inhalte

Ein professionelles Briefing deckt vier Themenbereiche ab:

  1. Unternehmens-/Kundeninformationen – Geschäftsfelder, Marktpositionierung, Image, Kundenstruktur
  2. Inhaltliche Informationen – Zweck, Nutzen, Eigenschaften, Alleinstellungsmerkmale (USP)
  3. Marketing-Informationen – Produktpositionierung, Marktanteil, Vertriebswege, bisherige Werbemaßnahmen
  4. Zielgruppenwissen – Zielgruppentypisierung, Beziehung zum Produkt, gewünschte Assoziationen (elementar!)

Karteikarten

Was bedeutet USP im Kontext eines Briefings?
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Unique Selling Proposition – das Alleinstellungsmerkmal eines Produkts oder einer Dienstleistung. Es beschreibt, was das Angebot gegenüber dem Wettbewerb einzigartig macht.
Zeitplanung

Die drei Schlüsselfaktoren eines Projekts sind Qualität, Kosten und Zeit. Aufgaben werden in Arbeitspakete unterteilt, jedes mit einem definierten Ergebnis. Das nächste Paket beginnt erst nach Abschluss des vorherigen.

Wichtige Planungsregeln

  • Zeitpuffer ca. 30 % einplanen – Störungen (Wetter, Personalausfälle) passieren immer
  • Parallele Aufgaben identifizieren – z. B. Texte und Fotos können gleichzeitig extern vorbereitet werden
  • Rückwärtsplanung: vom Erscheinungstermin rückwärts die Phasen abziehen
  • Darstellung als Gantt-Diagramm (Balkendiagramm mit Aufgaben, Dauern, visuellem Zeitstrahl)

Karteikarten

Wie hoch sollte der Zeitpuffer bei der Projektplanung sein und warum?
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Ca. 30 % der geschätzten Bearbeitungszeit. Begründung: In der Realität treten immer Störungen auf (z. B. schlechtes Wetter bei Außen-Fotos, Personalverfügbarkeit, unvorhergesehene Korrekturrunden).
Was ist Rückwärtsplanung und wie funktioniert sie?
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Beim termingesteuerten Zeitplan beginnt man beim Erscheinungstermin und zieht rückwärts ab: Fertigstellungszeiten der Partner → Kundenkorrekturzeit → Designerzeit für Druckvorstufe. Das Ergebnis zeigt, ob die Zeit ausreicht oder Aufgaben beschleunigt werden müssen.
Was ist ein Gantt-Diagramm?
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Ein Balkendiagramm aus dem Projektmanagement mit nummerierten Aufgaben, deren Dauern und einem visuellen Zeitstrahl. Es zeigt parallele Aktivitäten und Meilensteine übersichtlich auf einen Blick.
3 – Zielgruppenanalyse, Sinus-Milieus & Personas
Zielgruppenanalyse & Personas

Wissen über die Zielgruppe ist elementar für jede Gestaltungsaufgabe. Sie bestimmt Stilistik, Farbwahl, Bildsprache und Tonalität. Zur Analyse werden verschiedene Datenkategorien herangezogen:

  • Soziodemografische Daten – Einkommen, Alter, Geschlecht, Bildung, Beruf, Region
  • Bedürfnisse & Motivationen – Weltanschauungen, persönliche Ziele, Einstellungen
  • Lebensstil – Hobbys, Kultur, Sport, Ernährung, geplante Investitionen
  • Produktbeziehung – Warum braucht die Zielgruppe das Produkt? Welchen Vorteil hat sie?

Personas

Auf Basis der Analyse erstellte archetypische Darstellungen typischer Nutzer. Bestandteile: Name, Alter, Beruf, Foto, typisches Zitat, Alltagsbeschreibung, Ziele, Bedürfnisse, Motivationen. Wichtig: Personas müssen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren – sonst entstehen Stereotype und Klischees.

Karteikarten

Welche vier Datenkategorien werden für eine Zielgruppenanalyse genutzt?
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  1. Soziodemografische Daten (Einkommen, Alter, Geschlecht, Bildung, Beruf)
  2. Bedürfnisse & Motivationen (Ziele, Weltanschauungen)
  3. Lebensstil (Hobbys, Kultur, Konsum)
  4. Produktbeziehung (Nutzen, Erwartungen, Bedeutung)
Was ist eine Persona und welche Anforderung muss sie erfüllen?
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Eine archetypische Darstellung eines typischen Nutzers/Kunden auf Basis der Zielgruppenanalyse. Sie muss auf wissenschaftlichen soziodemografischen Erkenntnissen basieren – nicht auf Bauchgefühl – damit keine Stereotype entstehen.
Sinus-Milieus

Die Sinus-Milieus sind das Ergebnis von 30+ Jahren sozialwissenschaftlicher Forschung des SINUS-Instituts. Sie gruppieren Menschen mit ähnlicher Lebensauffassung und Lebensweise – und bieten mehr Information als rein soziodemografische Ansätze, da soziodemografische Zwillinge sich als völlig verschiedene Zielgruppen erweisen können.

Kürzel Milieu Anteil Leitmotiv Hauptmerkmale
KETKonservativ-etabliert10,1 %„Die feinen Unterschiede"Leistungsethik, Exklusivität, Standesbewusstsein
LIBLiberal-intellektuell7,1 %„Der Weg ist das Ziel"Liberale Grundhaltung, Selbstbestimmung, Kosmopolitismus
PERPerformer8,0 %„Leistung als Leidenschaft"Global-ökonomisches Denken, Netzwerker, Technik-Affinität
EPEExpeditiv8,1 %„Die Zukunft ist heute"Kreative Avantgarde, Trendsetter, Nonkonformismus
ADAAdaptiv-pragmatisch9,8 %„Alle Optionen offen halten"Lebenspragmatismus, Flexibilität, Weltoffenheit
BÜMBürgerliche Mitte13,0 %„Erreichtes sichern"Anpassungsbereitschaft, Stabilität, Abstiegsängste
SÖKSozialökologisch6,8 %„Nachhaltigkeit und Aufklärung"Gesellschaftskritisch, ökologisches Gewissen, Political Correctness
TRATraditionell13,3 %„Keine Experimente"Sicherheitsliebend, Bescheidenheit, Verwurzelung
PREPrekär8,9 %„Dranbleiben und dazugehören"Zukunftsängste, Anerkennungswunsch, Verbitterung
HEDHedonistisch14,9 %„Spaß & Action & Unterhaltung"Leben im Hier-und-Jetzt, Spontanität, Trendorientierung

Karteikarten

Warum bieten Sinus-Milieus einen Vorteil gegenüber klassischer soziodemografischer Segmentierung?
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Weil soziodemografische Zwillinge (gleiche Merkmale wie Alter, Beruf, Einkommen) sich als völlig unterschiedliche Zielgruppen erweisen können. Sinus-Milieus erfassen zusätzlich Wertorientierungen, Lebensstile und Alltagseinstellungen und liefern so ein präziseres Bild.
Wie heißen die 10 Sinus-Milieus und was ist jeweils ihr Leitmotiv?
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  • KET – „Die feinen Unterschiede"
  • LIB – „Der Weg ist das Ziel"
  • PER – „Leistung als Leidenschaft"
  • EPE – „Die Zukunft ist heute"
  • ADA – „Alle Optionen offen halten"
  • BÜM – „Erreichtes sichern"
  • SÖK – „Nachhaltigkeit und Aufklärung"
  • TRA – „Keine Experimente"
  • PRE – „Dranbleiben und dazugehören"
  • HED – „Spaß & Action & Unterhaltung"
Welches Sinus-Milieu ist in Deutschland anteilmäßig am größten?
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Das Hedonistische Milieu (HED) mit 14,9 % (ca. 10,49 Mio. Menschen). Leitmotiv: „Spaß & Action & Unterhaltung". Dicht gefolgt vom Traditionellen Milieu (13,3 %) und der Bürgerlichen Mitte (13,0 %).
4 – Konzeption, Gestaltungskonzeptionen & Kreativitätstechniken
Konzeption – Allgemein

Eine Konzeption ist ein schriftlicher Plan, der Was? Warum? Für wen? Wie? Womit? Wann? beantwortet. Sie dient als Leitfaden für die strukturierte Umsetzung eines Projekts.

7 Einsatzzwecke

  1. Projekte systematisch planen
  2. Ziele klar definieren
  3. Qualität sichern
  4. Transparenz schaffen
  5. Verantwortlichkeiten klären
  6. Fördermittel beantragen
  7. Maßnahmen evaluieren

Typischer Aufbau

  1. Ausgangssituation / Problemstellung
  2. Zieldefinition
  3. Zielgruppe
  4. Inhalte & Maßnahmen
  5. Methodik
  6. Ressourcen (Personal, Zeit, Finanzen)
  7. Evaluation / Erfolgskontrolle

Karteikarten

Welche 6 Kernfragen beantwortet eine Konzeption?
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Was? Warum? Für wen? Wie? Womit? Wann? – diese sechs Leitfragen strukturieren eine Konzeption und stellen sicher, dass alle wesentlichen Aspekte eines Projekts durchdacht sind.
Nenne mindestens 4 Einsatzbereiche, in denen Konzeptionen verwendet werden.
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  • Pädagogik & Soziale Arbeit – Kita-Konzepte, Schulprogramme, Jugendhilfe
  • Marketing & Medien – Werbekonzepte, Social-Media-Strategien
  • Wirtschaft & Management – Unternehmenskonzepte, Projektmanagement
  • Event- & Kulturmanagement – Veranstaltungskonzepte, Ausstellungen
  • Politik & Verwaltung – Stadtentwicklung, Bildungskonzepte
Gestaltungskonzeptionen

Eine Gestaltungskonzeption ist die strategische und kreative Grundlage für die visuelle und kommunikative Umsetzung eines Projekts. Sie wird für Medienprojekte, Markenpräsentationen, Kampagnen oder Produkte eingesetzt.

5 Zwecke einer Gestaltungskonzeption

  1. Strategische Ausrichtung sichern – Gestaltung passend zur Zielgruppe (z. B. Bank = ruhige Farben; Skateboard-Shop = dynamische Bilder)
  2. Einheitlichkeit und Wiedererkennbarkeit – kohärentes Erscheinungsbild über alle Medien
  3. Kommunikation steuern – Gestaltung unterstützt die Botschaft (Fitnessstudio = starke Kontraste; Yogastudio = weiche Formen)
  4. Entscheidungsgrundlage – begründet Gestaltungsentscheidungen in Diskussionen
  5. Effizienz erhöhen – spart Zeit, reduziert wiederholte Diskussionen und Korrekturen

7 inhaltliche Bestandteile

  1. Analyse – Ausgangslage, Markt-/Wettbewerbsanalyse, Zielgruppenanalyse
  2. Ziele – Kommunikationsziele, Imageziele, funktionale Ziele, Usability
  3. Leitidee/Gestaltungsstrategie – Zentrales Motiv, Tonalität, Kernbotschaft
  4. Gestalterische Grundlagen – Farbkonzept, Typografie, Bildsprache, Layoutprinzipien
  5. Medienspezifische Umsetzung – Print, Web, Social Media; responsive Prinzipien
  6. Beispiele und Visualisierung – Moodboards, Mockups, Prototypen
  7. Gestaltungsrichtlinien – Do's & Don'ts, Anwendungsregeln

Karteikarten

Welche 5 Zwecke erfüllt eine Gestaltungskonzeption?
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  1. Strategische Ausrichtung sichern
  2. Einheitlichkeit und Wiedererkennbarkeit gewährleisten
  3. Kommunikation steuern
  4. Entscheidungsgrundlage bieten
  5. Effizienz erhöhen
Was gehört zur „Leitidee/Gestaltungsstrategie" in einer Gestaltungskonzeption?
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Das zentrale Gestaltungsmotiv, die Tonalität (sachlich, emotional, progressiv) und die Kernbotschaft – zusammen bilden sie die inhaltliche und stilistische Grundlage für alle gestalterischen Entscheidungen.
Kommunikationskonzepte & 6 Prozesse der Konzeptentwicklung

Ein Kommunikationskonzept ist ein Plan, der mit Gestaltung eine Idee visuell wirksam macht. Es enthält eine absichtsvolle Idee und die passende Gestaltung dazu. Schlüssellogik: Gestaltung muss zur Idee passen – und die Idee muss zur Gestaltung passen.

Die 6 Prozesse der Konzeptentwicklung

  1. Designzweck definieren – Auftragsgrundlage klären; oft basiert er auf einem Problem (Auftragsverlust, nicht erreichte Zielgruppe, negatives Image)
  2. Recherchieren – Kundeninformationen, Zielgruppendefinitionen, Branchenstile, Wettbewerber, bevorzugte Bildsprache der Zielgruppe
  3. Verbales Konzept erstellen – Adjektive als stilistische Leitlinien: z. B. „energetisch, dynamisch" oder „sachlich, hochwertig". Diese Worte helfen, passende Formen, Farben und Schriften zu finden.
  4. Visualisierungen finden – Kernkompetenz des Designers; Sketchen als bewährter Einstieg
  5. Zentrale Motive und Gestaltungselemente entwickeln – Gemeinsamkeiten, die auf alle Produkte übertragbar sind und einen unverwechselbaren Stil schaffen
  6. Evaluation – Längere Pause nehmen, dann Ergebnisse bewerten. Die Distanz erleichtert das Loslassen von guten, aber nicht zielführenden Ideen.

Karteikarten

Was ist das verbale Konzept und welche Funktion haben Adjektive darin?
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Das verbale Konzept beschreibt die gewünschte Beziehung zwischen Produkt und Zielgruppe in Worten. Adjektive wie „energetisch, dynamisch" oder „sachlich, bedacht" dienen als stilistische Leitlinien – sie helfen, passende Formen, Farben, Schriften und Bildstile zu finden.
Warum ist eine Pause am Ende der Konzeptentwicklung wichtig?
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Die Pause schafft Distanz zum eigenen Werk – das erleichtert es, sich von tollen, aber nicht zielführenden Ideen zu verabschieden und die Ergebnisse sachlich in Bezug auf den Auftrag zu bewerten.
Kreativitätstechniken

Ideen entstehen selten auf Kommando. Sie unterliegen ständigem Wandel und müssen immer den Kundenzielen dienen – kreative Ideen sind kein losgelöster Selbstzweck.

4 universelle Prinzipien der Ideenfindung

  1. Fast alles wurde schon erfunden – einfache Ideen existieren wahrscheinlich bereits
  2. Ideen entstehen oft in Teams, wenn ein Gedanke den nächsten auslöst
  3. Aus Ideenfindungsprozessen resultiert meist viel unbrauchbares Material – kein Problem, meist wird nur eine Idee benötigt
  4. Am wichtigsten: Neugier und Offenheit. Wer während der Suche bewertet oder kritisiert, hemmt den Prozess

Inkubation

Nach gründlichem Studium der Briefing-Unterlagen nicht sofort gestalten, sondern den Auftrag zunächst organisatorisch vorbereiten. Im Unterbewusstsein läuft die Ideenfindung weiter. Richtige Ideen kommen oft bei körperlicher Bewegung ohne geistige Beanspruchung (Gehen, Radfahren). Immer etwas zum Notieren bereit haben!

Die 5 Kreativitätstechniken

  • Mindmapping – Zentralbegriff in der Mitte, Assoziationen in alle Richtungen. Variante für Designer: Bild statt Begriff als Ausgangspunkt
  • ABC-Liste – Alphabet als Gerüst; zu jedem Buchstaben möglichst viele Ideen zum Thema notieren
  • Gemeinsamkeiten finden – Lebensstil der Zielgruppe erkunden, typische Gegenstände/Situationen mit dem Auftragsthema verknüpfen → ungewöhnliche, gut visualisierbare Verbindungen
  • Scribbeln – Skizzieren als Ideennäherung; kann aber auch von inhaltlicher Suche wegführen hin zu grafischen Stilen
  • Design-Wettbewerbe – Type Directors Club, Art Directors Club, 100 Beste Plakate. Nur als Inspiration! Plagiarismus ruiniert dauerhaft den Ruf.

Karteikarten

Was ist Inkubation und wann kommen Ideen dabei am ehesten?
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Inkubation bedeutet, nach intensiver Beschäftigung mit einem Thema nicht sofort zu gestalten, sondern den Auftrag ruhen zu lassen. Das Unterbewusstsein arbeitet weiter. Ideen kommen am ehesten bei körperlicher Bewegung ohne geistige Beanspruchung – Gehen, Radfahren, Gartenarbeit.
Wie funktioniert die ABC-Liste als Kreativitätstechnik?
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Oben auf dem Blatt steht der Begriff oder die Fragestellung. Darunter das Alphabet A–Z als vertikale Spalte. Rechts daneben werden zu jedem Buchstaben möglichst viele Begriffe und Ideen zum Thema notiert. Die Reihenfolge ist frei; Buchstaben dürfen übersprungen werden. Danach werden die vielversprechendsten Ideen markiert.
Was ist die Kreativitätstechnik „Gemeinsamkeiten finden" und wie funktioniert sie?
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Man betrachtet den Lebensstil der Zielgruppe genauer (Werte, Gegenstände, typische Situationen) – ohne direkten Bezug zum Auftrag. Dann wird eine typische Eigenschaft oder ein typischer Gegenstand mit dem Auftragsthema verbunden. Diese ungewöhnlichen Verbindungen sind oft gut visualisierbar.
Warum dürfen Design-Wettbewerbe nur als Inspiration dienen?
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Plagiarismus wird in der Branche erkannt und ruiniert dauerhaft den Ruf. Design-Wettbewerbe (Type Directors Club, Art Directors Club, 100 Beste Plakate) dürfen nur als Inspirationsquelle für eigene, neue Werke genutzt werden – nie zum Kopieren.
5 – Farbmischung, Farbsysteme, Farbwahl & Gestaltgesetze
Additive & Subtraktive Farbmischung

Additive Farbmischung (Licht)

Mischung von Lichtfarben. Primärfarben: Rot, Grün, Blau (RGB). Durch Mischung werden Farben heller – alle drei zusammen ergeben Weiß.

  • Rot + Grün = Gelb
  • Grün + Blau = Cyan
  • Rot + Blau = Magenta

Einsatz: Monitore, Fernseher, Scanner, Digitalkameras. Nicht druckbare RGB-Farben erhalten im Photoshop-Farbwähler ein Ausrufezeichen.

Subtraktive Farbmischung (Körperfarben)

Körper leuchten nicht selbst – Farbwirkung entsteht durch Lichtreflexion. Bei Mischung wird weniger Licht reflektiert → Farben werden dunkler. Primärfarben: Cyan, Magenta, Yellow (CMY). Als vierte Farbe wird Schwarz (K) hinzugefügt (CMYK) – Schwarz ist keine Primärfarbe.

  • Cyan + Magenta = Blau
  • Cyan + Gelb = Grün
  • Magenta + Gelb = Rot

Einsatz: Tintenstrahl- und Farblaserdrucker, Druckmaschinen. Bei der Farbwahl ist ein Farbmusterbuch sinnvoller als der Monitor.

Farbordnung

  • Primärfarben – bestehen aus nur 1 Farbe
  • Sekundärfarben 1. Ordnung – 2 Primärfarben zu gleichen Teilen; Sättigung 100 %
  • Sekundärfarben 2. Ordnung – 2 Primärfarben in beliebigen Anteilen; Sättigung 100 %
  • Tertiärfarben – 3 Primärfarben in beliebigen Anteilen; Sättigung unter 100 % (häufigste Mischung)

Komplementärfarben

Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen. Paare: Blau/Orange, Grün/Rot, Gelb/Violett. Wirken kontrastierend und lebendig. Benachbarte Farben wirken harmonisch.

Karteikarten

Was ist der Unterschied zwischen additiver und subtraktiver Farbmischung?
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  • Additiv (RGB): Mischung von Lichtfarben → Farben werden heller → Alle drei ergeben Weiß. Einsatz: Bildschirme.
  • Subtraktiv (CMYK): Mischung von Körperfarben → weniger Licht reflektiert → Farben werden dunkler. Einsatz: Druck.
Warum wird beim Druck Schwarz (K) als vierte Farbe hinzugefügt?
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Weil die Mischung von Cyan, Magenta und Gelb kein reines Schwarz ergibt, sondern ein dunkles Braun. Schwarz (K) wird hinzugefügt, damit Kontraste schärfer werden und tiefes Schwarz möglich ist. Schwarz ist dabei keine Primärfarbe.
Was sind Tertiärfarben und wie entstehen sie?
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Tertiärfarben entstehen durch Mischung von 3 Primärfarben in beliebigen Anteilen. Ihre Sättigung ist immer unter 100 % – das macht sie zu gebrochenen, gedämpften Tönen. Sie sind die häufigste Farbmischung in der Praxis.
Farbauswahlsysteme (HKS, Pantone, RAL)

Sonderfarben (Volltonfarben) werden nach standardisierten Systemen gemischt und ermöglichen eine exakte, reproduzierbare Farbwahl unabhängig vom Ausgabegerät.

System Farbanzahl Herkunft Anpassung an Papier Typischer Einsatz
HKSca. 90DeutschlandJa – papierartspezifische RezepturenCorporate Design, Geschäftspapiere
Pantone (PMS)1.700+USA/InternationalNein – Farbfächer zeigen PapiereinflussInternational, Designsoftware
RAL420+ Uni, 70 MetallicDeutschlandNeinIndustrie, Architektur, Fahrzeuge

HKS ist in Deutschland am weitesten verbreitet und wird häufig für Hausfarben im Corporate Design eingesetzt. Jede Papierart hat einen eigenen Farbfächer.

Pantone ist internationaler Standard mit über 1.700 Farben. Weniger leuchtende Pantone-Farben lassen sich besser in CMYK reproduzieren als HKS. Zwei Farbfächer: Coated (Bilddruckpapier) und Uncoated (Naturpapier).

RAL = Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen. Eher eine Sammlung als ein System; für Lacke, Folien, Kleidung. Umrechnung zu CMYK, Pantone und Hexadezimal möglich.

Karteikarten

Was ist der Hauptunterschied zwischen HKS und Pantone bei der Papieranpassung?
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HKS: Farbrezepturen sind auf verschiedene Papierarten abgestimmt – jede Papierart hat einen eigenen Farbfächer. Pantone: Rezepturen sind nicht papierspezifisch; stattdessen zeigen die Farbfächer (Coated / Uncoated), wie die Farbe auf dem jeweiligen Papier wirkt. Erhebliche Abweichungen möglich.
Wofür wird das RAL-Farbsystem eingesetzt?
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RAL (Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen) ist ein deutsches System für Industrie, Architektur und Fahrzeugkennzeichnung – z. B. für Lacke, Folien, Kleidung. Es umfasst 420+ Uni-Farben und 70 Metallic-Farben.
Farbwahl & Farbpsychologie

Kriterien für die Farbwahl

  1. Die Wirkung von Farben insgesamt
  2. Die Wirkung einzelner Farben (Farbpsychologie)
  3. Die üblichen Farben für Branchen/Gewerke
  4. Das Erzeugen eines Farbklimas
  5. Technische Kriterien (Medium, Sonderfarben)
Farbe Eindrücke / Wirkung
BlauWeite, Vision, Kühle, Präzision, Rationalität, Ordnung, Ruhe
GrünFrische, Wachstum, Natürlichkeit, Stabilität, Hoffnung
GelbLeichtigkeit, Wärme, Kreativität, Leben, Freude
RotAufregung, Macht, Aktivität, Mut, Liebe, Erotik
BraunPrivatheit, Genuss, Wärme, Geborgenheit, Gemütlichkeit
ViolettMinimalismus, Seltenheit, Kostbarkeit, Geheimnis
SchwarzNüchternheit, Professionalität, Distanz, Dunkelheit
WeißReinheit, Weite, Freiraum, Kühle, Helligkeit

Branchenspezifische Farbpräferenzen

  • Physiotherapie – Grün, Blau, helle Farben (Gesundheit, Vitalität, Professionalität)
  • Nageldesign – Pink, Rot, Magenta (Kreativität, Feminität)
  • Fotografie – Schwarz, Weiß, minimale Palette (Professionalität, Raffinesse)

Statistik: 19 von 25 Versicherungsunternehmen haben Grün oder Blau als Corporate-Design-Farben (Vertrauen, Sicherheit, Stabilität).

Technische Aspekte

RGB ist heller und gesättigter als CMYK. Sonderfarben sind leuchtender als CMYK-Farben. Das verwendete Medium immer bei der Farbwahl berücksichtigen.

Karteikarten

Welche 5 Kriterien bestimmen die Farbwahl in einem Gestaltungsprojekt?
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  1. Wirkung von Farben insgesamt
  2. Wirkung einzelner Farben (Farbpsychologie)
  3. Übliche Branchenfarben
  4. Erzeugen eines Farbklimas
  5. Technische Kriterien (Medium, Sonderfarben)
Welche Farbwirkung haben Blau und Grün – und warum werden sie so häufig von Versicherungen genutzt?
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Blau: Weite, Präzision, Rationalität, Ordnung, Ruhe. Grün: Frische, Stabilität, Natürlichkeit, Hoffnung. Beide vermitteln Vertrauen, Sicherheit und Stabilität – zentrale Werte für Versicherungen. 19 von 25 der größten Versicherungsunternehmen nutzen Blau oder Grün als Corporate-Design-Farben.
Die 8 Gestaltgesetze

Die Gestaltgesetze (Gestaltpsychologie) beschreiben, wie Menschen visuelle Eindrücke zu einheitlichen Ganzen verbinden. Grundannahme: Das Gehirn bevorzugt einfachere, geschlossene und einprägsame Wahrnehmungen.

Nr. Gesetz Kernaussage Praxisbeispiel
1NäheNahe beieinander stehende Elemente werden als zusammengehörig wahrgenommenGruppierte Artikel im Layout
2ÄhnlichkeitGleiche/ähnliche Elemente werden stärker als zusammengehörig wahrgenommenFlughafen-Leitsysteme mit einheitlicher visueller Sprache
3Gute Gestalt (Prägnanz)Figuren mit einfacher, einprägsamer Struktur werden bevorzugt wahrgenommenEinfache Logo-Formen (Bäckerei, Beratung)
4Gute FortsetzungLinien werden so wahrgenommen, als würden sie dem einfachsten Weg folgenFließende Text- und Bildanordnung im Layout
5GeschlossenheitLücken in Figuren werden gedanklich geschlossenKampagnenposter mit unvollständigen Formen
6Gemeinsames SchicksalElemente, die sich gleichzeitig in eine Richtung bewegen, werden als Einheit wahrgenommenLichterketten in einer Bogenbewegung
7SymmetrieSymmetrisch angeordnete Elemente werden als eine Einheit wahrgenommenSymmetrische Logos
8Figur-Grund-TrennungGestaltungselemente müssen sich klar von der Umgebung abhebenKlassische Vasen-Gesichter-Illusion

Karteikarten

Was besagt das Gesetz der Nähe?
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Elemente, die in geringen Abständen zueinander stehen, werden als zusammengehörig wahrgenommen. Im Layout nutzt man das z. B. um zusammengehörige Inhalte (Bild + Bildunterschrift) eng beieinander zu positionieren.
Was ist der Unterschied zwischen dem Gesetz der Nähe und dem Gesetz der Ähnlichkeit?
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  • Nähe: Zusammengehörigkeit entsteht durch räumliche Position (nah beieinander)
  • Ähnlichkeit: Zusammengehörigkeit entsteht durch visuelle Gleichartigkeit (gleiche Form, Farbe, Größe)
Beide können sich verstärken oder widersprechen.
Was besagt das Gesetz der Geschlossenheit?
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Geschlossene Figuren werden gegenüber offenen bevorzugt. Figuren mit Lücken oder nicht vollständig sichtbare Figuren werden in der Wahrnehmung gedanklich geschlossen. Das Gehirn ergänzt fehlende Informationen automatisch.
Was besagt das Gesetz der Figur-Grund-Trennung?
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Gestaltungselemente müssen sich klar von ihrer Umgebung abheben, um als solche erkannt zu werden. Das klassische Beispiel ist die Vasen-Gesichter-Illusion: je nach Wahrnehmung sieht man entweder zwei Gesichtsprofile oder eine Vase – Figur und Grund wechseln sich ab.
6 – Typografie – Schriftklassifizierung, Anatomie, Satz & Layout
Schriftklassifizierung nach DIN 16518

Die DIN 16518 (1964) klassifiziert Schriftarten nach ihrer historischen Entwicklung – basierend auf der ATYPI-Klassifikation. Sie umfasst 11 Schriftgruppen und ermöglicht internationale Vergleichbarkeit.

Gruppe Name Jh. Hauptmerkmal Beispiele
01Venezianische Renaissance-Antiqua15.Schräge Achse, diagonaler e-QuerstrichCentaur, Janson Text
02Französische Renaissance-Antiqua16.Ruhiger, horizontaler e-QuerstrichGaramond, Palatino, Bembo
03Barock-Antiqua18.Kupferstich-Einfluss, fast vertikale AchseBaskerville, Caslon
04Klassizistische Antiquaspätes 18.Extreme Strichstärkenkontraste, dünne SerifenBodoni, Didot, Walbaum
05Serifenbetonte Linear-Antiqua19.Gleichmäßige Strichstärke, betonte SerifenClarendon, Memphis
06Serifenlose Linear-Antiqua19.Keine Serifen, größte GruppeHelvetica, Futura, Frutiger, Univers
07Antiqua-VariantenDekoschriften, passt in keine andere GruppeOptima, Copperplate
08SchreibschriftenGedruckte Handschrift, Schreibwerkzeug erkennbarZapf Chancery, Snell Roundhand
09Handschriftliche AntiquaGedruckte HandschriftMistral, Brush Script
10Gebrochene Schriften"Deutsche Schriften", heute seltenTextura, Fraktur, Schwabacher
11Fremde SchriftenNicht-lateinischArabisch, Kyrillisch, Griechisch

Karteikarten

Nach welchem Prinzip klassifiziert die DIN 16518 Schriftarten – und in wie viele Gruppen?
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Nach der historischen Entwicklung der Schriften, basierend auf der ATYPI-Klassifikation. Sie umfasst 11 Schriftgruppen und wurde 1964 als deutsche Norm eingeführt.
Was ist das charakteristische Merkmal der Klassizistischen Antiqua (Gruppe 04)?
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Sehr starke Strichstärkenkontraste (dicker Grundstrich, extrem dünner Haarstrich), dünne horizontale Serifen, vertikale Symmetrieachse. Geprägt vom Kupferstich- und Spitzfeder-Schreibstil. Bekannte Vertreter: Bodoni, Didot, Walbaum.
Was unterscheidet die Venezianische von der Französischen Renaissance-Antiqua?
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  • Venezianisch (01): Schräge Symmetrieachse, diagonaler e-Querstrich, geringe Strichstärkenvariation
  • Französisch (02): Leicht geneigte Achse, horizontaler e-Querstrich, ruhigeres Gesamtbild, stärkere Strichstärkenvariationen
Welche Schriftgruppe ist die größte und nennt wichtige Vertreter.
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Gruppe 06: Serifenlose Linear-Antiqua (Sans-serif). Keine Serifen, optisch gleichmäßige Strichstärke. Wichtige Vertreter: Helvetica, Univers, Futura, Gill, Frutiger.
Schriftanatomie & Schriftwirkung

Wichtige Höhenmaße

  • Versalhöhe / H-Höhe – Höhe der Großbuchstaben
  • x-Höhe / Mittelhöhe – Höhe der Kleinbuchstaben ohne Ober-/Unterlängen
  • Oberlänge – Teil über der x-Höhe (bei b, d, f, h, k, l)
  • Unterlänge – Teil unter der Grundlinie (bei g, j, p, q, y)
  • Grundlinie / Basislinie – Linie, auf der die Buchstaben stehen

Wichtige Schriftelemente

  • Serife / Schraffe – Abschlussquerstriche an Buchstabenänden
  • Grundstrich / Schaft – Hauptvertikaler Strich
  • Haarstrich – Dünner verbindender Strich
  • Punzen / Binnenraum – Eingeschlossener Raum in Buchstaben (z. B. im „o“)
  • Symmetrieachse – Achse der Rundungen; schräg (venezianisch) oder vertikal (klassizistisch)

Schriftwirkung – Polaritätsprofil

Methode zur Bewertung der Schriftwirkung über Gegensätzpaare, z. B.:

  • Seriös ↔ Kindisch
  • Interessant ↔ Langweilig
  • Leserlich ↔ Unleserlich
  • Elegant ↔ Billig
  • Zeitgemäß ↔ Altmodisch
  • Professionell ↔ Unprofessionell

Karteikarten

Was ist der Unterschied zwischen x-Höhe, Versalhöhe und Oberlänge?
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  • x-Höhe: Höhe der Kleinbuchstaben ohne Ober-/Unterlängen (z. B. das „x“)
  • Versalhöhe: Höhe der Großbuchstaben – meist etwas kleiner als die Oberlänge
  • Oberlänge: Der Teil von Kleinbuchstaben wie b, d, h, der über die x-Höhe hinausragt
Was sind Punzen und warum sind sie für die Lesbarkeit relevant?
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Punzen (Binnenraum) sind die eingeschlossenen oder halboffenen Räume innerhalb von Buchstaben – z. B. das Innere von „o“, „p“, „e“. Große, klare Punzen verbessern die Lesbarkeit, besonders bei kleinen Schriftgrößen.
Satzarten & Textausrichtung

Die wichtigsten Satzarten

  • Blocksatz – Text bündig links und rechts. Nie für schmale Spalten! Mindestens 7 Wörter pro Zeile. Ideale Zeilenbreite: 50–70 Zeichen (Print), max. 40 (Web).
  • Mittelachssatz – zentriert, symmetrisch
  • Linksbündiger Flattersatz – idealer Wortabstand 3 mm; Regeln: keine Treppen, keine Ausbuchtungen, kein schlechter Rhythmus, keine einzelnen Zeichen am Zeilenende
  • Rechtsbündiger Flattersatz – nur für kurze Texte geeignet
  • Freier Zeilenfall – freie Zeilenbrechung
  • Formensatz – Text umfließt Bilder

Hurenkinder & Schusterjungen

Einzelne Wörter oder sehr kurze Zeilen am Anfang oder Ende eines Absatzes – gelten als typografische Fehler und müssen vermieden werden.

Karteikarten

Wann sollte Blocksatz vermieden werden und warum?
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Bei schmalen Spalten (weniger als ~7 Wörter pro Zeile) – dann entstehen unangenehme Wortabstände und sogenannte Satzwürmer (Senkrechte Lücken durch den Text). Empfohlene Zeilenlänge: 50–70 Zeichen (Print), max. 40 (Web). Im Web und auf Smartphones ist Blocksatz generell zu vermeiden.
Was sind die wichtigsten Regeln für linksbündigen Flattersatz?
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  • Keine Treppen oder Stufen im Zeilenende-Rhythmus
  • Keine Ausbuchtungen mit runden Formen
  • Keine einzelnen kurzen Zeichen am Zeilenende (erzeugt Löcher)
  • Keine sprachlich unlogischen Zeilenbrüche
  • Regelmäßigen Rhythmus beibehalten (abwechselnd kurz/lang)
  • Keine einzelnen Wörter (Hurenkinder / Schusterjungen)
Satzspiegel & Lesen am Bildschirm

Satzspiegel

Die nutzbare Druckfläche einer Seite. Basiert auf jahrhundertealten Konventionen und typischerweise auf Doppelseiten. Die vier Stege (Ränder) wachsen von innen nach außen und unten:

  1. Innensteg (Bundsteg) – schmalster Rand
  2. Kopfsteg – oberer Rand
  3. Außensteg – seitlicher Rand
  4. Fußsteg – breitester Rand

Lesen am Bildschirm

Augen werden bei der digitalen Verarbeitung stärker beansprucht als beim Lesen auf Papier. Nutzer lesen zielorientierter.

Lesemuster am Bildschirm

  • F-Muster – häufig bei textlastigen Seiten
  • Z-Muster – bei visuellen Seiten
  • Layer-Cake-Muster – Überschriften werden gescannt
  • Spotted-Muster – gezieltes Suchen
  • Commitment-Muster – vollständiges Lesen

Gestaltungsprinzipien für Bildschirmlesbarkeit

  • Klare Texthierarchien mit effektiven Überschriften
  • Wichtige Informationen höher positionieren
  • Inhalte in kleine, klar abgegrenzte Gruppen unterteilen
  • Blocksatz vermeiden, besonders auf Smartphones
  • Hohen Kontrast bei Schriftmischungen beibehalten
  • Mindestens eine Größenstufe Unterschied bei Schriftstärken-Kombination
  • Farbige Überschriften gliedern den Text

Karteikarten

In welcher Reihenfolge wachsen die vier Stege beim Satzspiegel?
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Von schmal nach breit: Innensteg (Bundsteg) → Kopfsteg → Außensteg → Fußsteg. Der Innensteg ist der schmalste, der Fußsteg der breiteste Rand.
Was ist das F-Muster beim Lesen am Bildschirm?
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Ein typisches Blickverlaufs-Muster bei textlastigen Seiten: Nutzer lesen zunächst horizontal oben, dann etwas kürzer horizontal, dann nur noch vertikal links. Das Ergebnis sieht wie ein „F“ aus. Wichtige Inhalte sollten daher oben und links platziert werden.
Welche typografischen Besonderheiten gelten speziell für den Bildschirm?
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  • Blocksatz vermeiden, besonders auf Smartphones
  • Silbentrennung funktioniert auf Monitoren selten sinnvoll
  • Hohen Kontrast bei Schriftmischungen beibehalten
  • Mindestens eine Größenstufe Unterschied bei Kombination von Schriftstärken
  • Zeilenabstand bestimmt den Grauwert des Texts
  • Farbige Überschriften gliedern den Text
7 – Bildbeurteilung, Dateiformate & Digitale Außenwerbung
Bildbeurteilung

Objektive Bewertungskriterien

  • Motiv & Relevanz – Vermittelt das Bild den richtigen Inhalt? War ein besseres Bild verfügbar?
  • Farbe & Klimapassung – Passen die Farben zum Farbklima des Mediums?
  • Technische Qualität – Schärfe, Helligkeit, Kontrast, Anschnitt, korrektes Format/Seitenverhältnis
  • Kosten & Rechte – Budget, Nutzungsrechte, Abbildungsverbote

Subjektive Bewertungskriterien

  • Stilpassung – Sachlich vs. emotional, ruhig vs. kraftvoll
  • Körpersprache & Komposition – Gestik, Mimik, Handhaltung angemessen?
  • Hintergrund & Layout – Passt der Hintergrund zur Geschichte und zum Layout?
  • Blickrichtung & Ausschnitt – Passend zum Layout?
  • Einzel- vs. Serienverwendung – Gibt das Konzept Serienmerkmale vor?

Bild als Blickfang – Aufmerksamkeitspräferenzen

Faktor Mehr Aufmerksamkeit Weniger Aufmerksamkeit
GrößeGroße Motive, vergrößerte AusschnitteKleine Motive, Übersichten
HelligkeitDunkle Bilder (schneller & intensiver betrachtet)Helle Bilder
FarbeBunt, leuchtende FarbenSchwarz-Weiß-Bilder
BlickkontaktDirekter Blickkontakt, PortraitsGanzkörperaufnahmen

Karteikarten

Was sind die vier objektiven Hauptkriterien bei der Bildbeurteilung?
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  1. Motiv & inhaltliche Relevanz – Vermittelt das Bild den richtigen Inhalt?
  2. Farbe & Klimapassung – Passen die Farben zum Publikationsmedium?
  3. Technische Qualität – Schärfe, Helligkeit, Kontrast, Anschnitt, Format
  4. Kosten & Rechte – Budget, Nutzungsrechte, Abbildungsverbote
Welche Bildeigenschaften ziehen am meisten Aufmerksamkeit auf sich?
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Am meisten Aufmerksamkeit erzeugen: große Motive, dunkle Bilder (werden schneller und intensiver betrachtet), leuchtende Farben und direkter Blickkontakt / Portraits.
Bild- und Grafikdateiformate

Dateiformate für Print

Format Typ Transparenz Ebenen Besonderheiten
JPGRasterNeinNeinVerlustbehaftete Kompression; klein
TIFFRasterJaJaVerlustfrei; sehr groß; ideal für hochwertige Drucke
EPSVektorJaAlter Standard; unveränderlich; beliebig skalierbar
RAWRasterRohdaten der Kamera; alle Originalinformationen erhalten
PSDRasterJaJaPhotoshop-Dokument; für Bildbearbeitung
AIVektorJaJaIllustrator; beliebig skalierbar; RGB + CMYK
INDDLayoutInDesign; Kombination aus Raster + Vektor
PDFPlattformunabhängigLinks, Buttons, Formulare, Audio, Video möglich

Dateiformate für Web

Format Typ Transparenz Besonderheiten
JPGRasterNeinKlein, verlustbehaftet; ideal für Fotos
PNGRasterJa (Alpha)Verlustfrei; gut für Grafiken/Icons mit Transparenz
GIFRasterMax. 256 Farben; Animationen möglich; aber große Dateien
SVGVektorJaSkalierbar ohne Qualitätsverlust; ideal für responsives Design
WebPRasterKleiner als JPG; von Google empfohlen; ältere Browser nicht unterstützt

JPG vs. PNG: JPG ideal für Fotos (keine Transparenz); PNG für Grafiken und Icons mit Transparenz (Alpha-Kanal). GIF vs. mp4/WebM: Für Kurzanimationen auf Websites sind mp4 oder WebM vorzuziehen – kleinere Dateigröße, bessere Qualität.

HTML img-Tag: Pflichtattribute sind src (Pfad zum Bild) und alt (Alternativtext). Mit loading="lazy" wird das Bild erst geladen, wenn es im Viewport ist – beschleunigt die Seitenladezeit. Dafür müssen width und height gesetzt sein.

Karteikarten

Wann nimmt man JPG, wann PNG – und was ist der entscheidende Unterschied?
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  • JPG: Ideal für Fotos – verlustbehaftete Kompression ergibt kleine Dateien. Kein Alpha-Kanal, also keine Transparenz.
  • PNG: Ideal für Grafiken, Icons und Logos – verlustfreie Kompression, unterstützt Transparenz (Alpha-Kanal). Dateigröße kann größer sein.
Was ist SVG und warum ist es besonders für responsives Webdesign geeignet?
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SVG ist ein Vektorformat – es beschreibt Grafiken mathematisch und ist daher beliebig skalierbar ohne Qualitätsverlust. Ideal für Logos, Icons und geometrische Elemente im responsiven Webdesign. Kleine Dateigröße und unterstützt Transparenz.
Was bewirkt das Attribut loading="lazy" im HTML img-Tag?
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Das Bild wird erst geladen, wenn der Nutzer weit genug gescrollt hat und es in den Viewport kommt. Das beschleunigt die Seitenladezeit und spart Bandbreite. Voraussetzung: width und height müssen im img-Tag gesetzt sein, damit der Browser einen Platzhalter berechnen kann.
Welche zwei Attribute sind beim HTML img-Tag Pflicht?
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src – der Pfad (URL) zur Bilddatei (relativ oder absolut). alt – der Alternativtext, der die Bedeutung des Bildes vermittelt (nicht nur beschreibt). Beide sind für Barrierefreiheit und SEO essenziell.
Digitale Außenwerbung (DOOH)

DOOH (Digital Out-of-Home) ist das schnellstwachsende Segment der Werbung mit aktuell ca. 30 % Anteil an Werbeausgaben für Außenwerbung und rund 145.000 öffentlichen Screens in Deutschland.

Warum DOOH so wirksam ist

Menschen schauen automatisch zu Licht und Bewegung – die Aufmerksamkeit ist daher weit größer als bei traditionellen Plakaten. Besonders effektiv in reizarmen Umgebungen (Wartebereiche, Arztpraxen).

Standorte

  • Außenbereiche: Bushaltestellen (City-Light-Boards), Großveranstaltungen, Gebäudewerbung. Bewegte Bilder an Verkehrsknotenpunkten wegen StVO eingeschränkt.
  • Innenbereiche: Bahnhöfe/Flughäfen, Schulen, Arztpraxen, Einzelhandel, Einkaufszentren, Fahrgastfernsehen in Bussen und Bahnen

Vorteile gegenüber traditioneller Werbung

  • Verstärkte Wahrnehmung durch Licht, Animationen, Bewegung
  • Kurze Reaktions- und Vorlaufzeit
  • Inhaltsanpassung nach Zeit, Ort und Zielgruppe (z. B. Restaurant zur Mittagsstunde)
  • Gute Standortwahl – Streuverluste minimiert
  • Audio möglich (je nach Umgebung)

Gestaltungsrichtlinien

  • Menschen verbringen sehr kurze Zeit vor DOOH-Screens
  • Inhalte auf absolute Essenz reduzieren
  • Botschaft muss klar und leicht verständlich sein
  • Spot muss ohne Ton verständlich sein
  • Bewegte Bilder und leuchtende Farben erhöhen Aufmerksamkeit

Zielgruppe

Erreicht überwiegend aktive, regelmäßig mobile Menschen – Pendler, Reisende, Menschen an Freizeitorten. Frauen sind leicht unterrepräsentiert.

Karteikarten

Was bedeutet DOOH und welchen Marktanteil hat es aktuell?
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Digital Out-of-Home – digitale Außenwerbung. Es ist das schnellstwachsende Werbesegment mit ca. 30 % Anteil an Werbeausgaben für Außenwerbung. In Deutschland sind rund 145.000 öffentliche Screens im Einsatz.
Welche Gestaltungsregel ist bei DOOH besonders wichtig und warum?
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Inhalte auf die absolute Essenz reduzieren – Menschen verbringen nur sehr kurze Zeit vor DOOH-Screens und haben keine Zeit für ausgiebiges Lesen. Die Botschaft muss sofort klar sein und auch ohne Ton verständlich sein.
Was ist der größte Vorteil von DOOH gegenüber klassischer Plakatwerbung?
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Die dynamische Inhaltssteuerung: Inhalte können nach Zeit, Ort und Zielgruppe angepasst werden (z. B. ein Restaurant, das zur Mittagsstunde am Bürogebäude wirbt). Außerdem kurze Vorlaufzeiten und verstärkte Wahrnehmung durch Bewegung und Licht.