ZP-Vorbereitung
Lernmaterialien und Karteikarten zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung zum Mediengestalter Digital und Print. Klappe die Themen auf und teste dein Wissen mit den Karteikarten.
1 – Medienproduktion, Druckverfahren & Nachhaltigkeit
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Der klassische Print-Workflow
Der klassische Workflow in der Druckproduktion umfasst alle Planungs- und Überwachungsprozesse (Arbeitsvorbereitung) sowie die eigentliche Herstellung. Er gliedert sich in 8 Schritte:
- Text erfassen – Import oder Erfassung, Prüfung auf Rechtschreibung und Konventionen
- Bilder bearbeiten – Scannen physischer Vorlagen, Farbmodus (CMYK/RGB), Proof-Optionen (Softproof, Farbverbindlicher Proof, Formproof), Datencheck bei Kundenlieferungen
- Layout entwickeln – Kombination von Text und Bild, Typografie festlegen, Druckfreigabe durch Kunden
- Druckform herstellen – CTF (Computer to Film), CTP (Computer to Plate), Computer to Press, Digitaldruck (ohne Druckform)
- Druck – Einrichten der Maschine, Qualitätskontrolle per Densitometer oder Spektralphotometer
- Druckweiterverarbeitung – Falzen, Sammeln, Heften, Binden, Versenden; Veredelung (Stanzen, Prägen, Kaschieren)
Karteikarten
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- Softproof – Farbkontrolle am Monitor
- Farbverbindlicher Proof – ISO-standardisierter Ausdruck (z. B. für Titelseiten)
- Formproof – Prüfung der Seitenfolge (heute selten)
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- CTF (Computer to Film) – Seiten auf Film belichtet, Film zur Druckplatte
- CTP (Computer to Plate) – Seiten direkt vom Computer auf Druckplatte
- Computer to Press – Direkt in die Druckmaschine
- Computer to Print – Digitaldruck ohne Druckform
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Die industriellen Druckverfahren
Alle Druckverfahren vervielfältigen Druckvorlagen durch Aufbringen von Farben auf Bedruckstoffe. Die Wahl erfolgt nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien.
| Verfahren | Typ | Auflagen | Produkte | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Offsetdruck | Indirekter Flachdruck | Mittel–sehr hoch | Flyer, Bücher, Zeitschriften | Höchste Qualität; Platte → Gummituch → Papier |
| Tiefdruck | Tiefdruck (Näpfchen) | Ab 100.000 | Zeitschriften, Kataloge | Weiche Halbtöne; feine Schrift kann unscharf wirken |
| Digitaldruck | Formlos | Klein–mittel | Individualdruck, Großformat | Kein Druckform; personalisierbar |
| Siebdruck | Durchdruck | Klein, große Formate | Textilien, Schilder, Plakate | Leuchtend, wetterfest; viele Materialien |
| Hochdruck | Hochdruck | Spezial | Nummerierung, Prägung | Ältestes Verfahren; Quetschränder erkennbar |
| Flexodruck | Hochdruck (flexibel) | Variabel | Verpackungen, Folien | Flexible Gummi-/Polymerdruckformen |
| Tampondruck | Spezialtiefdruck | Klein | Kugelschreiber, Werbeartikel | Gewölbte Oberflächen via Silikonstempel |
Karteikarten
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Nachhaltige Medienproduktion
Nachhaltige Medienproduktion berücksichtigt ökologische, ökonomische und soziale Belange – von der Materialauswahl über den Energieeinsatz bis zum Transport.
10 Praxis-Tipps
- Papierauswahl – Größter Einfluss auf Ökobilanz; nur benötigte Mengen, optimale Bogenausnutzung
- Papiersorte – Recyclingpapiere für fast alle Anwendungen geeignet; bei brillanter Farbwiedergabe zertifizierte Frischfaserpapiere
- Skalenfarben – Mineralölfrei, pflanzenölbasiert, deinkbar; Achtung: sojabasierte Farben sind nicht deinkbar
- Sonderfarben/Lacke/Toner – Deinkbarkeit als Grundanforderung; UV-Farben und Flüssigtoner (HP Indigo) ausschließen
- Weiterverarbeitung/Veredelung – Klebstoffe/Folien recyclingfähig; Stanzen/Blindprägen = beste Ökobilanz
- Energieeinsatz – Zertifizierter Ökostrom, Abwärme zur Heizung/Kühlung nutzen
- Chemiefreie Plattenherstellung & IPA-freier Druck – Zusammen größter Einfluss auf Ökobilanz
- Umweltlabel – FSC/PEFC: nur Papierherkunft; Blauer Engel (DE-UZ195): gesamter Produktionsprozess = glaubwürdigstes Label
- Zertifiziertes Umweltmanagement – ISO 14001 oder EMAS; jährliche unabhängige Prüfung
- Klimaneutrales Drucken – CO₂-Kompensation nur für wirklich unvermeidbare Emissionen; sonst Greenwashing
Karteikarten
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- Blauer Engel (DE-UZ195) & EU-Ecolabel – bewerten den gesamten Produktionsprozess
- FSC und PEFC – betrachten nur die Papierherkunft (nachhaltige Forstwirtschaft)
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2 – Projektablauf, Arbeitsschritte & Zeitplanung
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Der klassische Gestaltungsauftrag
Jeder Gestaltungsauftrag durchläuft einen strukturierten Prozess: Auftragsklärung → Konzeption → Ideenfindung → Entwurf → Präsentation → Produktionsvorbereitung. Der klassische Auftragsanfang lautet: Anfrage → Angebot → Auftrag → Briefinggespräch.
Die 6 Phasen im Überblick
- Auftragsklärung (Briefing) – Analyse des Bestehenden; Zweck, Anforderungen und Zielgruppe eindeutig klären
- Gestaltungskonzeption – Schriftlicher Plan auf Basis des Briefings; beschreibt den grundlegenden Gestaltungsansatz
- Ideenfindung – Kreativitätstechniken einsetzen; richtige Ideen kommen oft bei geistiger Freiheit (Bewegung, Entspannung)
- Entwurfsprozess – Scribble → Digitaler Entwurf → Reinlayout
- Präsentation – 3–5 Varianten zeigen; Kunde entscheidet über Übernahme, Änderungen oder (selten) Ablehnung
- Produktionsvorbereitung (Reinzeichnung) – Bilder in korrekter Auflösung und Farbraum; finale Produktionsfreigabe durch Kunden
Wichtig: Im Grafikdesign arbeitet der Designer immer für andere – Kundenziele haben Vorrang vor eigenen Gestaltungsideen.
Karteikarten
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- Was ist der Zweck des Gestaltungsauftrags?
- Welche Anforderungen hat das Ergebnis?
- Was soll die Gestaltung für wen erreichen?
- Was soll die Zielgruppe glauben, tun, assoziieren?
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- Scribble – Von Hand, mit minimalem Aufwand; hält Grundidee und Anordnung fest
- Digitaler Entwurf – Konkretisiert die Idee mit korrekter Schriftart, Farben, Inhaltsverteilung
- Reinlayout – Grafik im Layout integriert, korrekte Texte, finale Farbanpassung
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Briefing-Inhalte
Ein professionelles Briefing deckt vier Themenbereiche ab:
- Unternehmens-/Kundeninformationen – Geschäftsfelder, Marktpositionierung, Image, Kundenstruktur
- Inhaltliche Informationen – Zweck, Nutzen, Eigenschaften, Alleinstellungsmerkmale (USP)
- Marketing-Informationen – Produktpositionierung, Marktanteil, Vertriebswege, bisherige Werbemaßnahmen
- Zielgruppenwissen – Zielgruppentypisierung, Beziehung zum Produkt, gewünschte Assoziationen (elementar!)
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Zeitplanung
Die drei Schlüsselfaktoren eines Projekts sind Qualität, Kosten und Zeit. Aufgaben werden in Arbeitspakete unterteilt, jedes mit einem definierten Ergebnis. Das nächste Paket beginnt erst nach Abschluss des vorherigen.
Wichtige Planungsregeln
- Zeitpuffer ca. 30 % einplanen – Störungen (Wetter, Personalausfälle) passieren immer
- Parallele Aufgaben identifizieren – z. B. Texte und Fotos können gleichzeitig extern vorbereitet werden
- Rückwärtsplanung: vom Erscheinungstermin rückwärts die Phasen abziehen
- Darstellung als Gantt-Diagramm (Balkendiagramm mit Aufgaben, Dauern, visuellem Zeitstrahl)
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3 – Zielgruppenanalyse, Sinus-Milieus & Personas
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Zielgruppenanalyse & Personas
Wissen über die Zielgruppe ist elementar für jede Gestaltungsaufgabe. Sie bestimmt Stilistik, Farbwahl, Bildsprache und Tonalität. Zur Analyse werden verschiedene Datenkategorien herangezogen:
- Soziodemografische Daten – Einkommen, Alter, Geschlecht, Bildung, Beruf, Region
- Bedürfnisse & Motivationen – Weltanschauungen, persönliche Ziele, Einstellungen
- Lebensstil – Hobbys, Kultur, Sport, Ernährung, geplante Investitionen
- Produktbeziehung – Warum braucht die Zielgruppe das Produkt? Welchen Vorteil hat sie?
Personas
Auf Basis der Analyse erstellte archetypische Darstellungen typischer Nutzer. Bestandteile: Name, Alter, Beruf, Foto, typisches Zitat, Alltagsbeschreibung, Ziele, Bedürfnisse, Motivationen. Wichtig: Personas müssen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren – sonst entstehen Stereotype und Klischees.
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- Soziodemografische Daten (Einkommen, Alter, Geschlecht, Bildung, Beruf)
- Bedürfnisse & Motivationen (Ziele, Weltanschauungen)
- Lebensstil (Hobbys, Kultur, Konsum)
- Produktbeziehung (Nutzen, Erwartungen, Bedeutung)
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Sinus-Milieus
Die Sinus-Milieus sind das Ergebnis von 30+ Jahren sozialwissenschaftlicher Forschung des SINUS-Instituts. Sie gruppieren Menschen mit ähnlicher Lebensauffassung und Lebensweise – und bieten mehr Information als rein soziodemografische Ansätze, da soziodemografische Zwillinge sich als völlig verschiedene Zielgruppen erweisen können.
| Kürzel | Milieu | Anteil | Leitmotiv | Hauptmerkmale |
|---|---|---|---|---|
| KET | Konservativ-etabliert | 10,1 % | „Die feinen Unterschiede" | Leistungsethik, Exklusivität, Standesbewusstsein |
| LIB | Liberal-intellektuell | 7,1 % | „Der Weg ist das Ziel" | Liberale Grundhaltung, Selbstbestimmung, Kosmopolitismus |
| PER | Performer | 8,0 % | „Leistung als Leidenschaft" | Global-ökonomisches Denken, Netzwerker, Technik-Affinität |
| EPE | Expeditiv | 8,1 % | „Die Zukunft ist heute" | Kreative Avantgarde, Trendsetter, Nonkonformismus |
| ADA | Adaptiv-pragmatisch | 9,8 % | „Alle Optionen offen halten" | Lebenspragmatismus, Flexibilität, Weltoffenheit |
| BÜM | Bürgerliche Mitte | 13,0 % | „Erreichtes sichern" | Anpassungsbereitschaft, Stabilität, Abstiegsängste |
| SÖK | Sozialökologisch | 6,8 % | „Nachhaltigkeit und Aufklärung" | Gesellschaftskritisch, ökologisches Gewissen, Political Correctness |
| TRA | Traditionell | 13,3 % | „Keine Experimente" | Sicherheitsliebend, Bescheidenheit, Verwurzelung |
| PRE | Prekär | 8,9 % | „Dranbleiben und dazugehören" | Zukunftsängste, Anerkennungswunsch, Verbitterung |
| HED | Hedonistisch | 14,9 % | „Spaß & Action & Unterhaltung" | Leben im Hier-und-Jetzt, Spontanität, Trendorientierung |
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- KET – „Die feinen Unterschiede"
- LIB – „Der Weg ist das Ziel"
- PER – „Leistung als Leidenschaft"
- EPE – „Die Zukunft ist heute"
- ADA – „Alle Optionen offen halten"
- BÜM – „Erreichtes sichern"
- SÖK – „Nachhaltigkeit und Aufklärung"
- TRA – „Keine Experimente"
- PRE – „Dranbleiben und dazugehören"
- HED – „Spaß & Action & Unterhaltung"
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4 – Konzeption, Gestaltungskonzeptionen & Kreativitätstechniken
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Konzeption – Allgemein
Eine Konzeption ist ein schriftlicher Plan, der Was? Warum? Für wen? Wie? Womit? Wann? beantwortet. Sie dient als Leitfaden für die strukturierte Umsetzung eines Projekts.
7 Einsatzzwecke
- Projekte systematisch planen
- Ziele klar definieren
- Qualität sichern
- Transparenz schaffen
- Verantwortlichkeiten klären
- Fördermittel beantragen
- Maßnahmen evaluieren
Typischer Aufbau
- Ausgangssituation / Problemstellung
- Zieldefinition
- Zielgruppe
- Inhalte & Maßnahmen
- Methodik
- Ressourcen (Personal, Zeit, Finanzen)
- Evaluation / Erfolgskontrolle
Karteikarten
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- Pädagogik & Soziale Arbeit – Kita-Konzepte, Schulprogramme, Jugendhilfe
- Marketing & Medien – Werbekonzepte, Social-Media-Strategien
- Wirtschaft & Management – Unternehmenskonzepte, Projektmanagement
- Event- & Kulturmanagement – Veranstaltungskonzepte, Ausstellungen
- Politik & Verwaltung – Stadtentwicklung, Bildungskonzepte
Gestaltungskonzeptionen
Eine Gestaltungskonzeption ist die strategische und kreative Grundlage für die visuelle und kommunikative Umsetzung eines Projekts. Sie wird für Medienprojekte, Markenpräsentationen, Kampagnen oder Produkte eingesetzt.
5 Zwecke einer Gestaltungskonzeption
- Strategische Ausrichtung sichern – Gestaltung passend zur Zielgruppe (z. B. Bank = ruhige Farben; Skateboard-Shop = dynamische Bilder)
- Einheitlichkeit und Wiedererkennbarkeit – kohärentes Erscheinungsbild über alle Medien
- Kommunikation steuern – Gestaltung unterstützt die Botschaft (Fitnessstudio = starke Kontraste; Yogastudio = weiche Formen)
- Entscheidungsgrundlage – begründet Gestaltungsentscheidungen in Diskussionen
- Effizienz erhöhen – spart Zeit, reduziert wiederholte Diskussionen und Korrekturen
7 inhaltliche Bestandteile
- Analyse – Ausgangslage, Markt-/Wettbewerbsanalyse, Zielgruppenanalyse
- Ziele – Kommunikationsziele, Imageziele, funktionale Ziele, Usability
- Leitidee/Gestaltungsstrategie – Zentrales Motiv, Tonalität, Kernbotschaft
- Gestalterische Grundlagen – Farbkonzept, Typografie, Bildsprache, Layoutprinzipien
- Medienspezifische Umsetzung – Print, Web, Social Media; responsive Prinzipien
- Beispiele und Visualisierung – Moodboards, Mockups, Prototypen
- Gestaltungsrichtlinien – Do's & Don'ts, Anwendungsregeln
Karteikarten
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- Strategische Ausrichtung sichern
- Einheitlichkeit und Wiedererkennbarkeit gewährleisten
- Kommunikation steuern
- Entscheidungsgrundlage bieten
- Effizienz erhöhen
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Kommunikationskonzepte & 6 Prozesse der Konzeptentwicklung
Ein Kommunikationskonzept ist ein Plan, der mit Gestaltung eine Idee visuell wirksam macht. Es enthält eine absichtsvolle Idee und die passende Gestaltung dazu. Schlüssellogik: Gestaltung muss zur Idee passen – und die Idee muss zur Gestaltung passen.
Die 6 Prozesse der Konzeptentwicklung
- Designzweck definieren – Auftragsgrundlage klären; oft basiert er auf einem Problem (Auftragsverlust, nicht erreichte Zielgruppe, negatives Image)
- Recherchieren – Kundeninformationen, Zielgruppendefinitionen, Branchenstile, Wettbewerber, bevorzugte Bildsprache der Zielgruppe
- Verbales Konzept erstellen – Adjektive als stilistische Leitlinien: z. B. „energetisch, dynamisch" oder „sachlich, hochwertig". Diese Worte helfen, passende Formen, Farben und Schriften zu finden.
- Visualisierungen finden – Kernkompetenz des Designers; Sketchen als bewährter Einstieg
- Zentrale Motive und Gestaltungselemente entwickeln – Gemeinsamkeiten, die auf alle Produkte übertragbar sind und einen unverwechselbaren Stil schaffen
- Evaluation – Längere Pause nehmen, dann Ergebnisse bewerten. Die Distanz erleichtert das Loslassen von guten, aber nicht zielführenden Ideen.
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Kreativitätstechniken
Ideen entstehen selten auf Kommando. Sie unterliegen ständigem Wandel und müssen immer den Kundenzielen dienen – kreative Ideen sind kein losgelöster Selbstzweck.
4 universelle Prinzipien der Ideenfindung
- Fast alles wurde schon erfunden – einfache Ideen existieren wahrscheinlich bereits
- Ideen entstehen oft in Teams, wenn ein Gedanke den nächsten auslöst
- Aus Ideenfindungsprozessen resultiert meist viel unbrauchbares Material – kein Problem, meist wird nur eine Idee benötigt
- Am wichtigsten: Neugier und Offenheit. Wer während der Suche bewertet oder kritisiert, hemmt den Prozess
Inkubation
Nach gründlichem Studium der Briefing-Unterlagen nicht sofort gestalten, sondern den Auftrag zunächst organisatorisch vorbereiten. Im Unterbewusstsein läuft die Ideenfindung weiter. Richtige Ideen kommen oft bei körperlicher Bewegung ohne geistige Beanspruchung (Gehen, Radfahren). Immer etwas zum Notieren bereit haben!
Die 5 Kreativitätstechniken
- Mindmapping – Zentralbegriff in der Mitte, Assoziationen in alle Richtungen. Variante für Designer: Bild statt Begriff als Ausgangspunkt
- ABC-Liste – Alphabet als Gerüst; zu jedem Buchstaben möglichst viele Ideen zum Thema notieren
- Gemeinsamkeiten finden – Lebensstil der Zielgruppe erkunden, typische Gegenstände/Situationen mit dem Auftragsthema verknüpfen → ungewöhnliche, gut visualisierbare Verbindungen
- Scribbeln – Skizzieren als Ideennäherung; kann aber auch von inhaltlicher Suche wegführen hin zu grafischen Stilen
- Design-Wettbewerbe – Type Directors Club, Art Directors Club, 100 Beste Plakate. Nur als Inspiration! Plagiarismus ruiniert dauerhaft den Ruf.
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5 – Farbmischung, Farbsysteme, Farbwahl & Gestaltgesetze
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Additive & Subtraktive Farbmischung
Additive Farbmischung (Licht)
Mischung von Lichtfarben. Primärfarben: Rot, Grün, Blau (RGB). Durch Mischung werden Farben heller – alle drei zusammen ergeben Weiß.
- Rot + Grün = Gelb
- Grün + Blau = Cyan
- Rot + Blau = Magenta
Einsatz: Monitore, Fernseher, Scanner, Digitalkameras. Nicht druckbare RGB-Farben erhalten im Photoshop-Farbwähler ein Ausrufezeichen.
Subtraktive Farbmischung (Körperfarben)
Körper leuchten nicht selbst – Farbwirkung entsteht durch Lichtreflexion. Bei Mischung wird weniger Licht reflektiert → Farben werden dunkler. Primärfarben: Cyan, Magenta, Yellow (CMY). Als vierte Farbe wird Schwarz (K) hinzugefügt (CMYK) – Schwarz ist keine Primärfarbe.
- Cyan + Magenta = Blau
- Cyan + Gelb = Grün
- Magenta + Gelb = Rot
Einsatz: Tintenstrahl- und Farblaserdrucker, Druckmaschinen. Bei der Farbwahl ist ein Farbmusterbuch sinnvoller als der Monitor.
Farbordnung
- Primärfarben – bestehen aus nur 1 Farbe
- Sekundärfarben 1. Ordnung – 2 Primärfarben zu gleichen Teilen; Sättigung 100 %
- Sekundärfarben 2. Ordnung – 2 Primärfarben in beliebigen Anteilen; Sättigung 100 %
- Tertiärfarben – 3 Primärfarben in beliebigen Anteilen; Sättigung unter 100 % (häufigste Mischung)
Komplementärfarben
Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen. Paare: Blau/Orange, Grün/Rot, Gelb/Violett. Wirken kontrastierend und lebendig. Benachbarte Farben wirken harmonisch.
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- Additiv (RGB): Mischung von Lichtfarben → Farben werden heller → Alle drei ergeben Weiß. Einsatz: Bildschirme.
- Subtraktiv (CMYK): Mischung von Körperfarben → weniger Licht reflektiert → Farben werden dunkler. Einsatz: Druck.
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Farbauswahlsysteme (HKS, Pantone, RAL)
Sonderfarben (Volltonfarben) werden nach standardisierten Systemen gemischt und ermöglichen eine exakte, reproduzierbare Farbwahl unabhängig vom Ausgabegerät.
| System | Farbanzahl | Herkunft | Anpassung an Papier | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| HKS | ca. 90 | Deutschland | Ja – papierartspezifische Rezepturen | Corporate Design, Geschäftspapiere |
| Pantone (PMS) | 1.700+ | USA/International | Nein – Farbfächer zeigen Papiereinfluss | International, Designsoftware |
| RAL | 420+ Uni, 70 Metallic | Deutschland | Nein | Industrie, Architektur, Fahrzeuge |
HKS ist in Deutschland am weitesten verbreitet und wird häufig für Hausfarben im Corporate Design eingesetzt. Jede Papierart hat einen eigenen Farbfächer.
Pantone ist internationaler Standard mit über 1.700 Farben. Weniger leuchtende Pantone-Farben lassen sich besser in CMYK reproduzieren als HKS. Zwei Farbfächer: Coated (Bilddruckpapier) und Uncoated (Naturpapier).
RAL = Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen. Eher eine Sammlung als ein System; für Lacke, Folien, Kleidung. Umrechnung zu CMYK, Pantone und Hexadezimal möglich.
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Farbwahl & Farbpsychologie
Kriterien für die Farbwahl
- Die Wirkung von Farben insgesamt
- Die Wirkung einzelner Farben (Farbpsychologie)
- Die üblichen Farben für Branchen/Gewerke
- Das Erzeugen eines Farbklimas
- Technische Kriterien (Medium, Sonderfarben)
| Farbe | Eindrücke / Wirkung |
|---|---|
| Blau | Weite, Vision, Kühle, Präzision, Rationalität, Ordnung, Ruhe |
| Grün | Frische, Wachstum, Natürlichkeit, Stabilität, Hoffnung |
| Gelb | Leichtigkeit, Wärme, Kreativität, Leben, Freude |
| Rot | Aufregung, Macht, Aktivität, Mut, Liebe, Erotik |
| Braun | Privatheit, Genuss, Wärme, Geborgenheit, Gemütlichkeit |
| Violett | Minimalismus, Seltenheit, Kostbarkeit, Geheimnis |
| Schwarz | Nüchternheit, Professionalität, Distanz, Dunkelheit |
| Weiß | Reinheit, Weite, Freiraum, Kühle, Helligkeit |
Branchenspezifische Farbpräferenzen
- Physiotherapie – Grün, Blau, helle Farben (Gesundheit, Vitalität, Professionalität)
- Nageldesign – Pink, Rot, Magenta (Kreativität, Feminität)
- Fotografie – Schwarz, Weiß, minimale Palette (Professionalität, Raffinesse)
Statistik: 19 von 25 Versicherungsunternehmen haben Grün oder Blau als Corporate-Design-Farben (Vertrauen, Sicherheit, Stabilität).
Technische Aspekte
RGB ist heller und gesättigter als CMYK. Sonderfarben sind leuchtender als CMYK-Farben. Das verwendete Medium immer bei der Farbwahl berücksichtigen.
Karteikarten
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- Wirkung von Farben insgesamt
- Wirkung einzelner Farben (Farbpsychologie)
- Übliche Branchenfarben
- Erzeugen eines Farbklimas
- Technische Kriterien (Medium, Sonderfarben)
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Die 8 Gestaltgesetze
Die Gestaltgesetze (Gestaltpsychologie) beschreiben, wie Menschen visuelle Eindrücke zu einheitlichen Ganzen verbinden. Grundannahme: Das Gehirn bevorzugt einfachere, geschlossene und einprägsame Wahrnehmungen.
| Nr. | Gesetz | Kernaussage | Praxisbeispiel |
|---|---|---|---|
| 1 | Nähe | Nahe beieinander stehende Elemente werden als zusammengehörig wahrgenommen | Gruppierte Artikel im Layout |
| 2 | Ähnlichkeit | Gleiche/ähnliche Elemente werden stärker als zusammengehörig wahrgenommen | Flughafen-Leitsysteme mit einheitlicher visueller Sprache |
| 3 | Gute Gestalt (Prägnanz) | Figuren mit einfacher, einprägsamer Struktur werden bevorzugt wahrgenommen | Einfache Logo-Formen (Bäckerei, Beratung) |
| 4 | Gute Fortsetzung | Linien werden so wahrgenommen, als würden sie dem einfachsten Weg folgen | Fließende Text- und Bildanordnung im Layout |
| 5 | Geschlossenheit | Lücken in Figuren werden gedanklich geschlossen | Kampagnenposter mit unvollständigen Formen |
| 6 | Gemeinsames Schicksal | Elemente, die sich gleichzeitig in eine Richtung bewegen, werden als Einheit wahrgenommen | Lichterketten in einer Bogenbewegung |
| 7 | Symmetrie | Symmetrisch angeordnete Elemente werden als eine Einheit wahrgenommen | Symmetrische Logos |
| 8 | Figur-Grund-Trennung | Gestaltungselemente müssen sich klar von der Umgebung abheben | Klassische Vasen-Gesichter-Illusion |
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- Nähe: Zusammengehörigkeit entsteht durch räumliche Position (nah beieinander)
- Ähnlichkeit: Zusammengehörigkeit entsteht durch visuelle Gleichartigkeit (gleiche Form, Farbe, Größe)
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6 – Typografie – Schriftklassifizierung, Anatomie, Satz & Layout
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Schriftklassifizierung nach DIN 16518
Die DIN 16518 (1964) klassifiziert Schriftarten nach ihrer historischen Entwicklung – basierend auf der ATYPI-Klassifikation. Sie umfasst 11 Schriftgruppen und ermöglicht internationale Vergleichbarkeit.
| Gruppe | Name | Jh. | Hauptmerkmal | Beispiele |
|---|---|---|---|---|
| 01 | Venezianische Renaissance-Antiqua | 15. | Schräge Achse, diagonaler e-Querstrich | Centaur, Janson Text |
| 02 | Französische Renaissance-Antiqua | 16. | Ruhiger, horizontaler e-Querstrich | Garamond, Palatino, Bembo |
| 03 | Barock-Antiqua | 18. | Kupferstich-Einfluss, fast vertikale Achse | Baskerville, Caslon |
| 04 | Klassizistische Antiqua | spätes 18. | Extreme Strichstärkenkontraste, dünne Serifen | Bodoni, Didot, Walbaum |
| 05 | Serifenbetonte Linear-Antiqua | 19. | Gleichmäßige Strichstärke, betonte Serifen | Clarendon, Memphis |
| 06 | Serifenlose Linear-Antiqua | 19. | Keine Serifen, größte Gruppe | Helvetica, Futura, Frutiger, Univers |
| 07 | Antiqua-Varianten | – | Dekoschriften, passt in keine andere Gruppe | Optima, Copperplate |
| 08 | Schreibschriften | – | Gedruckte Handschrift, Schreibwerkzeug erkennbar | Zapf Chancery, Snell Roundhand |
| 09 | Handschriftliche Antiqua | – | Gedruckte Handschrift | Mistral, Brush Script |
| 10 | Gebrochene Schriften | – | "Deutsche Schriften", heute selten | Textura, Fraktur, Schwabacher |
| 11 | Fremde Schriften | – | Nicht-lateinisch | Arabisch, Kyrillisch, Griechisch |
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- Venezianisch (01): Schräge Symmetrieachse, diagonaler e-Querstrich, geringe Strichstärkenvariation
- Französisch (02): Leicht geneigte Achse, horizontaler e-Querstrich, ruhigeres Gesamtbild, stärkere Strichstärkenvariationen
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Schriftanatomie & Schriftwirkung
Wichtige Höhenmaße
- Versalhöhe / H-Höhe – Höhe der Großbuchstaben
- x-Höhe / Mittelhöhe – Höhe der Kleinbuchstaben ohne Ober-/Unterlängen
- Oberlänge – Teil über der x-Höhe (bei b, d, f, h, k, l)
- Unterlänge – Teil unter der Grundlinie (bei g, j, p, q, y)
- Grundlinie / Basislinie – Linie, auf der die Buchstaben stehen
Wichtige Schriftelemente
- Serife / Schraffe – Abschlussquerstriche an Buchstabenänden
- Grundstrich / Schaft – Hauptvertikaler Strich
- Haarstrich – Dünner verbindender Strich
- Punzen / Binnenraum – Eingeschlossener Raum in Buchstaben (z. B. im „o“)
- Symmetrieachse – Achse der Rundungen; schräg (venezianisch) oder vertikal (klassizistisch)
Schriftwirkung – Polaritätsprofil
Methode zur Bewertung der Schriftwirkung über Gegensätzpaare, z. B.:
- Seriös ↔ Kindisch
- Interessant ↔ Langweilig
- Leserlich ↔ Unleserlich
- Elegant ↔ Billig
- Zeitgemäß ↔ Altmodisch
- Professionell ↔ Unprofessionell
Karteikarten
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- x-Höhe: Höhe der Kleinbuchstaben ohne Ober-/Unterlängen (z. B. das „x“)
- Versalhöhe: Höhe der Großbuchstaben – meist etwas kleiner als die Oberlänge
- Oberlänge: Der Teil von Kleinbuchstaben wie b, d, h, der über die x-Höhe hinausragt
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Satzarten & Textausrichtung
Die wichtigsten Satzarten
- Blocksatz – Text bündig links und rechts. Nie für schmale Spalten! Mindestens 7 Wörter pro Zeile. Ideale Zeilenbreite: 50–70 Zeichen (Print), max. 40 (Web).
- Mittelachssatz – zentriert, symmetrisch
- Linksbündiger Flattersatz – idealer Wortabstand 3 mm; Regeln: keine Treppen, keine Ausbuchtungen, kein schlechter Rhythmus, keine einzelnen Zeichen am Zeilenende
- Rechtsbündiger Flattersatz – nur für kurze Texte geeignet
- Freier Zeilenfall – freie Zeilenbrechung
- Formensatz – Text umfließt Bilder
Hurenkinder & Schusterjungen
Einzelne Wörter oder sehr kurze Zeilen am Anfang oder Ende eines Absatzes – gelten als typografische Fehler und müssen vermieden werden.
Karteikarten
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- Keine Treppen oder Stufen im Zeilenende-Rhythmus
- Keine Ausbuchtungen mit runden Formen
- Keine einzelnen kurzen Zeichen am Zeilenende (erzeugt Löcher)
- Keine sprachlich unlogischen Zeilenbrüche
- Regelmäßigen Rhythmus beibehalten (abwechselnd kurz/lang)
- Keine einzelnen Wörter (Hurenkinder / Schusterjungen)
Satzspiegel & Lesen am Bildschirm
Satzspiegel
Die nutzbare Druckfläche einer Seite. Basiert auf jahrhundertealten Konventionen und typischerweise auf Doppelseiten. Die vier Stege (Ränder) wachsen von innen nach außen und unten:
- Innensteg (Bundsteg) – schmalster Rand
- Kopfsteg – oberer Rand
- Außensteg – seitlicher Rand
- Fußsteg – breitester Rand
Lesen am Bildschirm
Augen werden bei der digitalen Verarbeitung stärker beansprucht als beim Lesen auf Papier. Nutzer lesen zielorientierter.
Lesemuster am Bildschirm
- F-Muster – häufig bei textlastigen Seiten
- Z-Muster – bei visuellen Seiten
- Layer-Cake-Muster – Überschriften werden gescannt
- Spotted-Muster – gezieltes Suchen
- Commitment-Muster – vollständiges Lesen
Gestaltungsprinzipien für Bildschirmlesbarkeit
- Klare Texthierarchien mit effektiven Überschriften
- Wichtige Informationen höher positionieren
- Inhalte in kleine, klar abgegrenzte Gruppen unterteilen
- Blocksatz vermeiden, besonders auf Smartphones
- Hohen Kontrast bei Schriftmischungen beibehalten
- Mindestens eine Größenstufe Unterschied bei Schriftstärken-Kombination
- Farbige Überschriften gliedern den Text
Karteikarten
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- Blocksatz vermeiden, besonders auf Smartphones
- Silbentrennung funktioniert auf Monitoren selten sinnvoll
- Hohen Kontrast bei Schriftmischungen beibehalten
- Mindestens eine Größenstufe Unterschied bei Kombination von Schriftstärken
- Zeilenabstand bestimmt den Grauwert des Texts
- Farbige Überschriften gliedern den Text
7 – Bildbeurteilung, Dateiformate & Digitale Außenwerbung
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Bildbeurteilung
Objektive Bewertungskriterien
- Motiv & Relevanz – Vermittelt das Bild den richtigen Inhalt? War ein besseres Bild verfügbar?
- Farbe & Klimapassung – Passen die Farben zum Farbklima des Mediums?
- Technische Qualität – Schärfe, Helligkeit, Kontrast, Anschnitt, korrektes Format/Seitenverhältnis
- Kosten & Rechte – Budget, Nutzungsrechte, Abbildungsverbote
Subjektive Bewertungskriterien
- Stilpassung – Sachlich vs. emotional, ruhig vs. kraftvoll
- Körpersprache & Komposition – Gestik, Mimik, Handhaltung angemessen?
- Hintergrund & Layout – Passt der Hintergrund zur Geschichte und zum Layout?
- Blickrichtung & Ausschnitt – Passend zum Layout?
- Einzel- vs. Serienverwendung – Gibt das Konzept Serienmerkmale vor?
Bild als Blickfang – Aufmerksamkeitspräferenzen
| Faktor | Mehr Aufmerksamkeit | Weniger Aufmerksamkeit |
|---|---|---|
| Größe | Große Motive, vergrößerte Ausschnitte | Kleine Motive, Übersichten |
| Helligkeit | Dunkle Bilder (schneller & intensiver betrachtet) | Helle Bilder |
| Farbe | Bunt, leuchtende Farben | Schwarz-Weiß-Bilder |
| Blickkontakt | Direkter Blickkontakt, Portraits | Ganzkörperaufnahmen |
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- Motiv & inhaltliche Relevanz – Vermittelt das Bild den richtigen Inhalt?
- Farbe & Klimapassung – Passen die Farben zum Publikationsmedium?
- Technische Qualität – Schärfe, Helligkeit, Kontrast, Anschnitt, Format
- Kosten & Rechte – Budget, Nutzungsrechte, Abbildungsverbote
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Bild- und Grafikdateiformate
Dateiformate für Print
| Format | Typ | Transparenz | Ebenen | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| JPG | Raster | Nein | Nein | Verlustbehaftete Kompression; klein |
| TIFF | Raster | Ja | Ja | Verlustfrei; sehr groß; ideal für hochwertige Drucke |
| EPS | Vektor | – | Ja | Alter Standard; unveränderlich; beliebig skalierbar |
| RAW | Raster | – | – | Rohdaten der Kamera; alle Originalinformationen erhalten |
| PSD | Raster | Ja | Ja | Photoshop-Dokument; für Bildbearbeitung |
| AI | Vektor | Ja | Ja | Illustrator; beliebig skalierbar; RGB + CMYK |
| INDD | Layout | – | – | InDesign; Kombination aus Raster + Vektor |
| Plattformunabhängig | – | – | Links, Buttons, Formulare, Audio, Video möglich |
Dateiformate für Web
| Format | Typ | Transparenz | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| JPG | Raster | Nein | Klein, verlustbehaftet; ideal für Fotos |
| PNG | Raster | Ja (Alpha) | Verlustfrei; gut für Grafiken/Icons mit Transparenz |
| GIF | Raster | – | Max. 256 Farben; Animationen möglich; aber große Dateien |
| SVG | Vektor | Ja | Skalierbar ohne Qualitätsverlust; ideal für responsives Design |
| WebP | Raster | – | Kleiner als JPG; von Google empfohlen; ältere Browser nicht unterstützt |
JPG vs. PNG: JPG ideal für Fotos (keine Transparenz); PNG für Grafiken und Icons mit Transparenz (Alpha-Kanal). GIF vs. mp4/WebM: Für Kurzanimationen auf Websites sind mp4 oder WebM vorzuziehen – kleinere Dateigröße, bessere Qualität.
HTML img-Tag: Pflichtattribute sind src (Pfad zum Bild) und alt (Alternativtext). Mit loading="lazy" wird das Bild erst geladen, wenn es im Viewport ist – beschleunigt die Seitenladezeit. Dafür müssen width und height gesetzt sein.
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- JPG: Ideal für Fotos – verlustbehaftete Kompression ergibt kleine Dateien. Kein Alpha-Kanal, also keine Transparenz.
- PNG: Ideal für Grafiken, Icons und Logos – verlustfreie Kompression, unterstützt Transparenz (Alpha-Kanal). Dateigröße kann größer sein.
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Digitale Außenwerbung (DOOH)
DOOH (Digital Out-of-Home) ist das schnellstwachsende Segment der Werbung mit aktuell ca. 30 % Anteil an Werbeausgaben für Außenwerbung und rund 145.000 öffentlichen Screens in Deutschland.
Warum DOOH so wirksam ist
Menschen schauen automatisch zu Licht und Bewegung – die Aufmerksamkeit ist daher weit größer als bei traditionellen Plakaten. Besonders effektiv in reizarmen Umgebungen (Wartebereiche, Arztpraxen).
Standorte
- Außenbereiche: Bushaltestellen (City-Light-Boards), Großveranstaltungen, Gebäudewerbung. Bewegte Bilder an Verkehrsknotenpunkten wegen StVO eingeschränkt.
- Innenbereiche: Bahnhöfe/Flughäfen, Schulen, Arztpraxen, Einzelhandel, Einkaufszentren, Fahrgastfernsehen in Bussen und Bahnen
Vorteile gegenüber traditioneller Werbung
- Verstärkte Wahrnehmung durch Licht, Animationen, Bewegung
- Kurze Reaktions- und Vorlaufzeit
- Inhaltsanpassung nach Zeit, Ort und Zielgruppe (z. B. Restaurant zur Mittagsstunde)
- Gute Standortwahl – Streuverluste minimiert
- Audio möglich (je nach Umgebung)
Gestaltungsrichtlinien
- Menschen verbringen sehr kurze Zeit vor DOOH-Screens
- Inhalte auf absolute Essenz reduzieren
- Botschaft muss klar und leicht verständlich sein
- Spot muss ohne Ton verständlich sein
- Bewegte Bilder und leuchtende Farben erhöhen Aufmerksamkeit
Zielgruppe
Erreicht überwiegend aktive, regelmäßig mobile Menschen – Pendler, Reisende, Menschen an Freizeitorten. Frauen sind leicht unterrepräsentiert.
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